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© LK/Fuchs

Hofheldinnen 2026

Sieg in der Kategorie "Diversifizierung"

Am Freitag den 9. Oktober wurden im feierlichen Rahmen im Steiermarkhof in Graz die „Hofheldinnen 2026“ von der Landwirtschaftskammer Steiermark ausgezeichnet. Frauen, die mit Leidenschaft, Innovationsgeist und außergewöhnlichem Engagement die heimische Landwirtschaft prägen und neue Wege beschreiten, standen dabei im Mittelpunkt.

Mit großer Freude und auch ein wenig Stolz darf ich Euch mitteilen, dass ich als Hofheldin 2026 in der Kategorie „Diversifizierung“ mit dem ersten Platz ausgezeichnet wurde.
Diese Auszeichnung ist für mich eine wunderbare Anerkennung unserer Arbeit und unserer Philosophie, Weinbau, Genuss und Literatur auf besondere Weise miteinander zu verbinden. Damit zweige ich, dass auch abseits ausgetretener Pfade außergewöhnliche Ideen wachsen und Früchte tragen können.

DANKE an euch alle, dass ihr es uns auch ermöglicht solche Wege zu beschreiten...

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Stimmen zu den Hofheldinnen

(weiter unten findet ihr noch eine kleine Fotoreportage)

LK:
Siegerin Diversifizierung:
Andrea Posch aus Pischelsdorf (Weiz): Ihre Handschrift ist im „Wein gut zum Lesen“. Andrea Posch war 19 Jahre jung, als sie die Salzburger Berge gegen die oststeirischen Weinberge tauschte. Das ist 20 Jahre her. Landwirtschaft, Weinbau und Selbstständigkeit waren für die gelernte Hotelfachfrau völliges Neuland. Umso mehr stellte sie Fragen, bildete sich weiter und fand gemeinsam mit ihrem Mann Andreas ihren eigenen Weg. Die 39-Jährige reichert Traditionen, die zur DNA eines Buschenschanks gehören, gerne mit Innovationen an: Aus ihrer Leidenschaft fürs Lesen entstand das „Wein gut zum Lesen“. Beim Ab-Hof-Verkauf im „Lesekeller“ werden Kunden im alten Gewölbe mit zahlreichen technischen und kreativen Spielereien überrascht. Die Wein-Etiketten erzählen Geschichten und Lesungen im Weingarten locken neue Gäste an. Neben der klassischen Brettljause finden sich vegane Spezialitäten auf der Speisekarte, alkoholfreie Traubensaft-Kreationen und Wermut ergänzen das Weinangebot. „Die Gewohnheiten der Menschen verändern sich – und wir uns mit ihnen.“ Ideen brauchen Mut, aber auch Ausdauer. Nicht jede davon funktioniert auf Anhieb. Entscheidend sei, die Menschen auf diesem Weg mitzunehmen.
Andrea Posch hat sich ihren Platz am Betrieb erarbeitet und dem „Wein gut zum Lesen“ ihre Handschrift verliehen. Der Meisterkurs vermittelte ihr neben fachlichem Wissen auch das nötige Rüstzeug, um neue Ideen mit Zahlen, Daten und Fakten zu untermauern. Genauso wichtig ist der zweifachen Mutter jedoch die Familie. Deshalb entschlossen sich Andrea und ihr Mann 2017, ihren Buschenschank sonntags nicht mehr zu öffnen. „Nur wenn du dir bewusst freie Stunden gönnst, hast du Kraft zum Arbeiten.“ Aus dieser Erfahrung wurde das Thema ihrer Meisterarbeit. Überhaupt ist sie überzeugt, dass Frauen sich viel öfter etwas zutrauen sollten. „Wir stellen uns viel zu oft hinten an.“ Sie selbst hat gelernt, ihre Ideen auszusprechen und mit ihrem Mann umzusetzen. Als Hofheldin zeigt sie, dass Veränderung oft mit einer einfachen Frage beginnt: Warum machen wir es nicht anders?

Hofheldinnen geben der Landwirtschaft ein Gesicht. Mit Fachwissen, Innovationsgeist und großem unternehmerischem Engagement zeigen die „Hofheldinnen 2026“, wie vielfältig und zukunftsorientiert moderne Landwirtschaft heute ist. Die ausgezeichneten Bäuerinnen stehen stellvertretend für eine neue Generation von Frauen, die Verantwortung übernehmen, neue Wege gehen und die Entwicklung ihrer Betriebe aktiv vorantreiben. „Die Hofheldinnen haben die Fähigkeit sich auf Neues einzustellen, Chancen zu erkennen und Verantwortung für den Bauernhof, für die Dörfer und den ländlichen Raum zu übernehmen.“, gratuliert Vizepräsidentin Maria Pein den Siegerinnen und Nominierten. „Die Hofheldinnen sind Vorbilder für mehr als 30.000 steirische Bäuerinnen. Sie zeigen eindrucksvoll, wie wichtig und vielfältig die Rolle der Frauen auf den Höfen ist“, betont Landesbäuerin Ursula Reiter. Auch Präsident Andreas Steinegger unterstreicht die große Verantwortung von Frauen in der heimischen Landwirtschaft: „Mit ihrem Engagement tragen sie wesentlich dazu bei, die Landwirtschaft weiterzuentwickeln und für kommende Generationen fit zu machen. Dass mittlerweile knapp 40 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in der Steiermark von Frauen geführt werden, unterstreicht ihre zentrale Rolle in der heimischen Landwirtschaft.“

Oliver Kröpfl:
Innovative Landwirtinnen sichern die Zukunft des ländlichen Raums. „Sie führen Betriebe mit Weitblick, denken unternehmerisch und entwickeln nachhaltige Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit. Mit ihrem Engagement schaffen sie wirtschaftliche Perspektiven und stärken zugleich den verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen. Diese Leistung verdient Anerkennung und Unterstützung“, betont Oliver Kröpfl, Vorstandsmitglied der Steiermärkischen Sparkasse. Die Steiermärkische Sparkasse unterstützt die Initiative „Hofheldinnen 2026“, weil sie Frauen in der Land- und Forstwirtschaft ermutigt, ihre Ideen sichtbar zu machen, innovative Wege zu gehen und die Zukunft ihrer Betriebe aktiv zu gestalten.
Fotocredit: (c) LK/Fuchs